Sommer 2020

Der letzte durch zur Verfügung stehende Urlaubstage begrenzte Törn sollte uns – neben der notwendigen Erholung – auch noch einmal Hinweise auf weitere Modifikationen des Bootes mit Blick auf die geplante Langfahrt geben.

Bedingt durch die Corona-Situation war lange ja nicht klar wohin und unter welchen Umständen die Reise stattfinden könnte. Wir hatten daher auch unsere Erwartungen reduziert auch weil das Wetter die letzten Wochen vor dem Törn sehr instabil war. Richtung Norden  sollte es gehen.

Die erste Woche war eher ernüchternd. Bei der Ankunft eröffnete uns der Werftmeister, dass die geplanten Arbeiten nur teilweise durchgeführt wurden und außerdem zusätzlich der Keilriemen quietsche. Gleich am ersten Tag blies der Wind heftig und verzögerte die Abfahrt. Dann ging es nach Heiligenhafen, wo wir aber wieder für 2 Tage einwehten. Dann Weiterfahrt zunächst im Reff, wenig später ausreffen. Dabei riss der Unterliekstrecker, 40qm Segel schlugen plötzlich durch die Gegend. Im Hafen provisorisch gerichtet, den Baum wollten wir nicht öffnen. Beim erneuten Start zeigte plötzlich der Öldruckmesser unrealistische Werte an – also sicherheitshalber wieder in den Hafen um nicht unterwegs eine  Werft suchen zu müssen. Ende der ersten Woche und wir trösteten uns damit, dass Probleme immer auftreten werden und wir dadurch ja auch weitere Erfahrungen sammeln. Reparatur eines defekten Kabels war eine Kleinigkeit…..

Dann wieder gestartet und es folgten 2 sehr schöne Wochen mit schönstem Wetter und passenden Winden, die uns über Kühlungsborn und Klintholm nach Kopenhagen brachten wo wir 3 sehr schöne Tage verbrachten. Bedingt durch Wind und Zeit ging es dann auf gleichem Wege wieder zurück. Die 2 Wochen haben dann doch für den holprigen Auftakt entschädigt.

Positiv können wir uns über die Hydrovane Windsteuerung äußern. Sie steuert das Boot bei Am-Wind bis Raumkursen und von wenig bis 7 BFT sehr zuverlässig. Notwendig ist ein möglichst guter Trimm das Bootes und eine sorgfältige Einstellung der Windfahne – dann erhält man eine sehr gute Kursstabilität. Bei Vorwindkursen müssen wir noch etwas am Setup üben. Durch die Unterstützung der Windfahne waren auch längere Etappen wesentlich entspannter als letztes Jahr.

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